Rat befürwortet Anbau an die Burkhard-Michael-Halle

LAHRER ZEITUNG 06. Oktober 2011
Der Ortschaftsrat Nonnenweier hat sich eingehend mit einer geplanten Baumaßnahme an der Burkhard-Michael-Halle befasst. Konkret geht es um einen Verbindungsweg in der Halle, welchen die dort Sport treibenden Vereine und ihre Zuschauer schon seit längerer Zeit herbeisehnen. Das Problem besteht darin, dass bei den Spielen des Badmintonclubs, des Tischtennisvereins, sogar während der Handballspiele des TuS und beim Hallenturnier des Fußballclubs Nonnenweier immer wieder Menschen von den Zuschauerrängen über das Spielfeld laufen. Dabei stören sie den Spielverlauf und bringen sich sogar selbst in Gefahr. ein verirrter Ball, abgefeuert von einem Handballer oder Fußballer, kann schließlich sehr schmerzhaft sein, wenn er einen arglosen Zuschauer trifft.
Bereits vor über zehn Jahren, als die Sporthalle durch einen Anbau um mehrere Meter für Zuschauer verbreitert wurde, sollte dieses Problem beseitigt werden, das Vorhaben scheiterte jedoch an den Mehrkosten. Nun möchte der Ortschaftsrat in den Vorberatungen für den Haushalt der Gemeinde Schwanau Zeichen setzen, damit diese notwendigen Baumaßnahme endlich realisiert wird. Architekt Heinz Schlager, der die 1974 eröffnete Sporthalle nach verschiedenen Umbauten in- und auswendig kennt, legte den Räten zwei Varianten für den Verbindungsgang vor. Die kleinere Variante führt in einer Breite von 2,60 Meter an der östlichen Hallenseite bis zur Außentür des Foyers; so könnten Besucher druch den Verbindungsgang auch zum Sanitärbereich gelangen. Kostenpunkte von Variante eins: 195 000 Euro.
Bei einer zweiten, größeren Variane wäre der überdachte Gang 3,40 Meter breit und würde weiter bis zum westlichen Ende des Foyers führen; damit würde der dortige Raum laut den Architekten Heinz und Achim Schlager um rund 30 Prozent größer werden als bisher. Das wäre ein angenehmer Nebeneffekt, hat sich doch das Foyer in der Vergangenheit bei manchen Veranstaltungen als zu klein erwiesen. Gleichzeitig könnte der Verbindungsraum zum Beispiel auch von den Sportlern zum Aufwärmen genutzt werden; und er wäre auch ein möglicher Fluchtweg für Hallenbesucher. Kostenpunkt für Variante zwei: 225 000 Euro. Zur Gestaltung der Außenanlage können laut Architekt Schlager kleinere Bäume gepflanzt werden.
Der für diesen Tagesordnungspunkt anwesende Technische Bauleiter Achim Rehm war von den Vorschlägen angetan. Ortschaftsrat Gerd Ziegler, zuständig für den Handball im TuS Nonnenweier, meinte, der Aufwärmbereich des Verbindungsraums sollten einen geeigneten Bodenbelag erhalten. Ortschaftsrat Fritz Fischer betonte, dass es am falschen Platz gespart wäre, wenn man wegen 30 000 Euro Mehrkosten nicht die zweite Variante wählen würde. Seine Ratskollegen sahen es genauso und votierten mehrheitlich (bei einer Enthaltung) für Variante zwei. Über die Form des Daches und weitere bauliche Maßnahmen soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.
