Rathaus Ringsheim

BADISCHE ZEITUNG 11. Juni 2010 (Artikel unter: www.badische-zeitung.de)
Umstrittenes Kunstwerk
Der Rathausumbau in Ringsheim ist fast abgeschlossen / Bild soll die Eingangshalle schmücken .
RINGSHEIM. An allen Ecken und Enden arbeiten derzeit die Handwerksbetriebe im Ringsheimer Rathaus. Bei einer Besichtigung begutachtete der Gemeinderat auch das geplante Kunstwerk, dessen Entwurf aber nicht die ungeteilte Zustimmung fand.
An der Fassade ist bereits zu erkennen, dass das neue Rathaus zu einem Schmuckstück werden wird. Bürgermeister Heinrich Dixa, Gemeinderäte- und rätinnen, die Architekten Heinz und Achim Schlager sowie die Innenarchitektin Christine Krautwasser trafen sich zu einer Besichtigung, um den Baufortschritt, aber insbesondere das geplante Kunstobjekt im Gebäude zu besprechen.
Es sei wichtig, dass der Bürger beim Betreten des Gebäudes einen guten Eindruck gewänne, erklärte Dixa. Denn als erstes richte sich sein Blick in der Eingangshalle, die nach oben offen ist, gegen eine Wand und diese soll mit einem Gemälde gleichzeitig zum Blickfang werden. Der Künstler Steffen Schlager hatte dazu Entwürfe gefertigt, einer davon wurde mit einem Beamer an die Wand geworfen. Das großflächige Motiv ist ein halbabstraktes Bild, in blassroten Farben gehalten, mit einer Rose als Grundmotiv. Skepsis, aber auch Zustimmung waren die Reaktion der Räte. Einig war sie sich darüber, dass das Kunstwerk nicht direkt auf die Wand gemalt werden soll. Vielmehr soll das Bild auf eine bespannte Textilie mit Rahmen angebracht werden. Eine flexible Lösung also, falls das Kunstobjekt keinen Gefallen finden sollte.
Christine Krautwasser nannte als Kosten 5500 Euro, 3500 Euro für den Künstler und 2000 Euro für den Druck. Heinrich Dixa konnte dem Vorschlag, mit dem Kunstwerk bis nach der Einweihung zu warten, nichts abgewinnen, denn er will dem Besucher kein unfertiges Haus präsentieren. Der Gemeinderat wird sich noch einmal mit Entwürfen des Künstlers beschäftigen, wobei an der grundsätzlichen Entscheidung für ein Bild auf Textilmaterial festgehalten wurde. Gemeinderätin und Werbetexterin Anja Biehler mahnte, dass man dem Künstler vertrauen müsse, Motiv, Farbe und Gestaltung seien sein Metier.
Die Innenarchitektin Krautwasser stellte einen Entwurf zum Leitsystem innerhalb des Gebäudes vor, den Wegweiser für den suchenden Bürger. Jeder Raum soll mit einem Schild mit Alurahmen über seine Zweckbestimmung und die Beschäftigten Auskunft geben.
Bereits am 25. Juli wird die Verwaltung von der Schule wieder in das Rathaus einziehen. Bis dahin gibt es jedoch noch eine Menge Arbeit für die Handwerksbetriebe. Auch das Zusammenleben von Schule und Verwaltung unter einem Dach geht zu Ende. Die fast einjährige "Ehe auf Zeit" in der Schule waren für den Bürgermeister mit der Verwaltung, wie auch für Schulleiter Herbert Metzger eine schöne und interessante Erfahrung.
Info: Auf den 2. Juli ist die offizielle Einweihung terminiert. Am Sonntag, 25. Juli, gibt es zudem einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung.
ETTENHEIMER STADTANZEIGER 10. Juni 2010
Die Baufortschritte sind offensichtlich
Ringsheim (mat). An allen Ecken und Enden arbeiten derzeit die Handwerker im Rathaus; sieben Betriebe
verteilen sich auf alle Stockwerke. An der Fassade ist bereits zu erkennen, dass das neue/alte Rathaus
zu einem Schmuckstück werden wird. 2,1 Millionen Euro betragen die Umbaukosten, davon 1,2
Millionen Euro belasten den Gemeindehaushalt.
Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahre 1846 steht nun, von außen nicht wahrnehmbar, auf einem
Stahlgerüst, das die Statik des Hauses gewährleistet. Das bisher nicht genutzte Dachgeschoss wurde
ausgebaut und steht ganzflächig zur Verfügung. Der Zugang zu den Etagen wird durch einen Aufzug erleichtert.
Sollte die Gemeinde in den nächsten Jahren finanziell in der Lage sein, das Dorfentwicklungskonzept
Kirchstraße/Kirchplatz/Rathausstraße weiterzuentwickeln, könnte in der Dorfmitte ein geschlossenes
Ensemble entstehen, das in Verbindung mit der bereits neu gestalteten Herrenstraße eine Einheit
bildet.
Einen guten Eindruck gewinnen
Bürgermeister Heinrich Dixa, Gemeinderäte, die Architekten
Heinz und Achim Schlager sowie die Innenarchitektin Christine Krautwasser trafen sich zu einer Besichti-
gung, um den Baufortschritt, aber vor allem das geplante Kunstobjekt im Gebäude zu besprechen. „Es ist
wichtig, dass der Bürger beim Betreten des Gebäudes einen guten Eindruck gewinnt", erklärte Dixa. Denn
zunächst richtet sich der Blick in der Eingangshalle, die nach oben offen ist, gegen eine Wand und diese soll
mit einem Gemälde zum Blickfang werden. Der Künstler Steffen Schlager hatte hierzu Entwürfe gefertigt, einer
davon wurde mittels Beamer provisorisch betrachtet. Das großflächige Motiv ist ein halb-abstraktes Bild, in
blassroten Farben gehalten, mit einer Rose als Grundmotiv. Ablehnung, Skepsis und Zustimmung waren
die Reaktionen der Räte. Einig war man sich darüber, dass das Kunstwerk nicht direkt auf die Wand
gemalt werden soll.Eher soll das Bild auf eine Textile mit Rahmen angebracht werden:
eine flexible Lösung, falls das Kunstobjekt keinen Gefallen finden sollte.
Das Motiv bleibt Thema Christine Krautwasser nannte als Kostenrahmen 5.500 Euro: 3.500
Euro für den Künstler und 2.000 Euro für den Druck. Dixa konnte dem Vorschlag,
mit dem Kunstwerk bis nach der Einweihung zu warten, nichts abgewinnen;
er will demBesucher kein unfertiges Haus präsentieren. Der Gemeinderat wird sich noch mit Entwürfen
des Künstlers beschäftigen, wobei man an der grundsätzlichen Entscheidung für ein Bild auf Textilmaterial
festhält. Gemeinderätin und Werbetexterin Anja Biehler mahnte, dass man dem Künstler vertrauen
müsse; Motiv, Farbe und Gestaltung seien sein Metier.
Innenarchitektin Krautwasser stellte einen Entwurf zum Leitsystem innerhalb des Gebäudes vor, der
Wegweiser für den suchenden Bürger.
Jeder Raum soll mit einem Schild mit Alu-Rahmen über seine Zweckbestimmung und „Bewohner" Auskunft
geben.
Der weitere Ablauf
Am Freitag, 25. Juni,wird die Verwaltung von der Schule wieder in das Rathaus einziehen. Bis dahin
gibt es noch eine Menge Arbeit für die Handwerksbetriebe. Die fast einjährige „Ehe auf Zeit" in der Schule
war für Bürgermeister, Verwaltung und auch für Schulleiter Herbert Metzger eine schöne und interessante
Erfahrung. Die vorübergehende Bleibe in der Schule war für die Gemeinde die kostengünstigste Lösung.
Auf Freitag, 2. Juli, ist die offizielle Einweihung terminiert. Am Sonntag, 25. Juli, ist Tag der offenen Tür.
