Bärbel-von-Ottenheim-Schule

STADTANZEIGER 23. Juni 2010 (Artikel unter: www.stadtanzeiger-ortenau.de)
Mit einem lauten Gong und mit dem Schulchor vorgetragenen Stück „The Show" wurde die Feierstunde anlässlich der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten an der Bärbel-von-Ottenheim-Hauptschule eröffnet. Zahlreiche geladene Gäste, unter ihnen Helmut Rau, Minister im Staatsministerium, etliche Ortschafts- und Gemeinderäte, sowie Mitglieder der „Schulfamilie" und alle am Umbau beteiligten waren der Einladung gefolgt. „Erst bauen Menschen Häuser, dann bauen Häuser Menschen" - mit den Worten Albert Schweitzers betonte Bürgermeister Wolfgang Brucker die positive Ausstrahlung des Gebäudes auf seine Umgebung, die Menschen, Lehrer, Schüler, Eltern. Das durchgängige Farbkonzept von Fassade und Innengestaltung sei spürbar frischer, kräftiger und lebendiger und führe zu einem positiven Klima innerhalb der Schule.
Voll des Lobes war Brucker auch für die am Umbau beteiligten, die sowohl Zeitplan, als auch Budget maß genau eingehalten hätten. 1,6 Millionen Euro wurden für den letzten Sanierungsabschnitt ausgegeben, insgesamt beläuft sich der Kostenaufwand in den vier Bauabschnitten auf vier Millionen Euro. Moderne Lüftungs- und Beleuchtungstechnik, sowie einer weit über den aktuellen Mindestvorgaben liegenden Wärmedämmung habe man aufgrund eines verantwortungsbewussten Umgangs mit den Ressourcen zum Erhalt der Umwelt beigetragen, so Brucker weiter. Mindestens 30 Jahre werde diese Ausrüstung Bestand haben, pflichtete ihm Architekt Achim Schlager bei.
Mit dem Ende der Sanierungsmaßnahmen seien die Räumlichkeiten nun auch gut gerüstet, für einen erfolgreichen Start der gemeinsamen Werkrealschule mit dem benachbarten Meißenheim. Die Schülerzahl wird von 170 auf 240 ansteigen, die Schüler in der Ganztagesbetreuung werden mit einem Sprung von 60 auf 130 mehr als verdoppelt.
Minister Helmut Rau griff eine Textzeile des zu Beginn gesungenen Liedes auf, in der die Kinder forderten „I want my Money back - ich will mein Geld zurück". Dies, so Rau, würde den Kindern vielfach durch das Schaffen der Voraussetzungen für eine gute Zukunft zurückgezahlt werden. Außerdem zeigte sich Rau dankbar für das Schaffen von Perspektiven über die Gemeindegrenzen hinaus. Schulrätin Barbara Bundschuh pflichtete dem bei, es sei ein „Haus der Möglichkeiten" entstanden, in dem sie gerne noch einmal Schüler sein würde. Eine zukunftsträchtige Investition in die Kinder sei der „erste positiv gelöste Fall" der Werkrealschule in der Ortenau. Auch Rektor Victor Witschel zeigte sich erleichtert darüber, dass man endlich das Licht am Ende des Tunnels erreicht habe. Zwar habe es im Winter einige Differenzen bezüglich der gefühlten und der tatsächlichen Temperatur gegeben, jedoch habe sich mittlerweile alles eingependelt, Schüler und Lehrer hätten die Räume gut angenommen und nutzten die neue Technik intensiv. Die Schule habe nun ein neues, modernes Gesicht, in dem „Wintergartenfeeling" aufkommt. „Man könnte fast die Arbeit vergessen", schmunzelt Witschel, die ihm angesichts der Umsetzung des Werkrealschulkonzepts aber mit Sicherheit nicht ausgehen wird.
LAHRER ZEITUNG 21. Juni 2010
Rau bezeichnete die Sanierung als eine gute und vorbildliche Investition in die Zukunft der Kinder und hatte eine originelle Erklärung parat, weshalb die Gemeinde bei der Schulhaussanierung jeden Bauabschnitt separat einweihe:"In Schwanau feiern sie gern", so der Staatsminister. Schulrätin Barbara Bundschuh in Offenburg sah dadurch, dass nicht nur eine Werkrealschule, sondern auch eine Ganztagsschule integriert wurde, eine Standortsicherheit gewährleistet.
Schwanaus Bürgermeister Wolfgang Brucker beleuchtete die Wirkung und Ausstrahlung des Hauses. Das Schulgebäude sei nicht mehr nur durch seine Größe, sondern auch durch seine hervorragend aufeinander abgestimmte Fassadenfarben prägend für die Umgebung. Neben den optimalen Voraussetzungen und Möglichkeiten zum Lernen hätten auch neue Frische, Kraft und Lebendigkeit in der Schule Einzug gehalten. Das sei auch wichtig, da vom neuen Schuljahr an das Konzept der Werkrealschule für die Gemeinden Schwanau und Meißenheim umgesetzt werde.
Innerhalb von nur acht Monaten, so Brucker, habe die Gemeinde Schwanau 1,6 Millionen Euro verbaut, die aus dem Konjunkturpaket II mit 213.000 Euro gefördert worden seien. Zähle man die 2,5 Millionen Euro aus dem ersten Bauabschnitt noch hinzu, dann hätten die Schwanauer in den vergangenen beiden Jahren mehr als vier Millionen Euro in die Schulhaussanierung gesteckt. "Durch diese Investition in die Zukunft" so Brucker, "kann die Schulfamilie jetzt wieder ohne Einschränkungen in den neuen Räumen arbeiten".
Im Anschluss überbrachte Pfarrer Konrad Brenzinger die Grußworte der evangelischen und katholischen Christen, ehe die Architekten Achim Schlager und Andreas Geiser vom Planungsbüro Schlager & Partner moderne Waveboards - das sind Skateboard-ähnliche Funsport-Geräte - an Staatsminister Helmut Rau, Bürgermeister Wolfgang Brucker und die Rektoren Karl Bähr und Victor Witschel überreichten.
Ds Schlusswort bei dieser kurzweiligen, vom Schulchor und Instrumentalgruppe der Schwanauer Schulen unter der Leitung von Angelika Walter mitgestalteten Schulhauseinweihung sprach Rektor Viktor Witschel. Er betonte, dass die Schule nunmehr allen Schülern gute Voraussetzungen und Möglichkeiten für ein optimales Lernen biete, und beendete seine knappen Ausführungen mit der Bemerkung: "Bevor meine Rede länger wird als die gesamte Bauzeit..".
