Richtfest beim Klinikum

BADISCHE ZEITUNG 10. Dezember 2011 (Artikel unter: www.badische-zeitung.de)
Gestern ist am neuen Institut für Pathologie am Ortenau-Klinikum Richtfest gefeiert worden. Nach Fertigstellung des Neubaus mit überregionaler Gemeinschaftpraxis für Pathologie, in den vier Millionen Euro investiert wurden, zählt Lahr nach der Zahl der feingeweblich untersuchten Präparate zum führenden Institut für allgemein-klinische Pathologie in Baden-Württemberg.
Das schöne Wetter hat den Baufortschritt für die neue Pathologie in den zurückliegenden acht Monaten begünstigt. Doch gestern beim Richtfest öffnete Petrus die Schleusen. Im Beisein von Vertretern des Landratsamts, des Ortenau-Klinikums, der Pathologen, Architekten und Handwerker wurde gestern der Abschluss der Rohbauarbeiten gefeiert. Mit Blick auf die endgültige Fertigstellung des Neubaus, der Mitte nächsten Jahres vorgesehen ist, erhielt der künftige dreigeschossige Neubau beim Altvater unmittelbar neben dem Bildungszentrum für Gesundheits- und Pflegeberufe bereits im Vorfeld vom Bauherrn und von Nutzern gute Noten ausgestellt.
Wie Verwaltungsdirektor Peter Kirsch betonte, entstehe in unmittelbarer Nachbarschaft zum Lahrer Klinikum eines der größten Pathologischen Institute im Land. Bereits im Dezember vor einem Jahr habe der Krankenhausausschuss des Kreistags den Neubau mit einer Investitionssumme von vier Millionen Euro genehmigt, so Kirsch. Die Pathologie in Lahr, die bisher im Südflügel des Klinikums untergebracht war, sei seit 1975 für die stationäre fachpathologische Versorgung im Ortenaukreis, im Landkreis Rastatt sowie im Stadtkreis Baden-Baden zuständig gewesen.
Durch das Institut seien drei akademische Lehrkrankenhäuser versorgt worden. Dies gelang bisher durch eine zentrale Laboreinheit in Lahr mit dezentralen, kleinen Laboratorien am Ortenau-Klinikum in Offenburg und in der Stadtklinik in Baden-Baden. Hinzu komme die Versorgung für rund 140 niedergelassene Ärzte. Seit Anfang 2011 sei die Praxis für Pathologie von Michaela Nägele in das Institut für Pathologie am Ortenau-Klinikum integriert worden, erläuterte Kirsch. Diese Praxis befinde sich derzeit noch in Räumen des Ortenau-Klinikums in Offenburg. Mit der Fertigstellung des Neubaus würden beide Betriebsteile als Gemeinschaftspraxis am Standort Lahr vereint, so die Auskunft.
Nach dem Zusammenschluss stelle das Institut für Pathologie in Lahr, das gemeinsam von Professor Lothar Tietze und Oberärztin Michaele Nägele geleitet wird, eine Besonderheit im Verbund der allgemein-klinischen Pathologie dar, die bisher in Teilinstituten erfolgt sei. Rund 85 000 Untersuchungen werden dann erwartet, die von 46 Mitarbeitern vorgenommen werden.
Der dreigeschossige Neubau, den Architekt Achim Schlager gestern vorstellte, soll den künftigen Flächenbedarf von rund 1100 Quadratmetern mit allen technischen Anforderungen einer Pathologie abdecken.
