Ein neues Foyer für die Sporthalle Friesenheim

BADISCHE ZEITUNG 07. Dezember 2011 (Artikel unter: www.badische-zeitung.de)
Mit dem geplanten Anbau an die Friesenheimer Sporthalle neben dem Bildungszentrum schlägt die Gemeinde mehrere Fliegen mit einer Klappe. Denn das Vorhaben macht nicht nur die Vereine froh, es profitieren auch Schüler und Sportler.
Als "multifunktionaler Hallenabschnitt" war das Vorhaben im Gemeinderat vor rund drei Wochen bezeichnet worden. Was damals von dem Gremium abgenickt worden war, wurde dem Bauausschuss am Montagabend im Detail präsentiert. Das Ergebnis aus der Feder des Schwanauer Architekturbüros Schlager & Partner ist tatsächlich multifunktional.
Neues Hallendrittel für die Vereine: 150 Quadratmeter Fläche misst der Anbau bei knapp fünf Metern Höhe. Genug Raum für einen Gymnastikkurs, für Bodenturner oder andere Übungsgruppen.
Foyer mit Toiletten: Mit dem Anbau soll auch das Foyer saniert und erweitert werden. 100 Quadratmeter soll es anschließend messen. Genug, um dort bis zu 80 Sitzplätze mit Tischen aufzubauen. Außerdem sollen im Foyer auch die Toiletten erneuert werden. Zusätzlich soll es dann auch eine behindertengerechte Toilette geben.
Geräte- und Stuhllager: In dem nach außen angesetzten Raum des Anbaus (grau mit Friesenheim-Logo im Simulationsbild) sollen Geräte und Stühle gelagert werden können. Dafür besteht offenbar dringend Bedarf in der Sporthalle.
Bewirtung wird möglich: Im neuen Foyer mit Anbau soll es auch eine kleine Küche samt Lager- und Kühlraum geben. In der Vergangenheit hatten Vereine selbst Getränke immer eigens hinfahren und abtransportieren müssen. Für mittelgroße Veranstaltungen schafft das neue Möglichkeiten.
Ausweichquartier für Schule: Auch die Werkreal- und Realschule Friesenheim kann sich freuen. Solange nicht klar ist, wohin die Reise mit dem Schulkonzept geht, könnte das Foyer mit seinen bis zu 80 Sitzplätzen übergangsweise als Mensa-Ersatz dienen.
Sportler kommen zur Umkleide: Aber einen Stiefelgang entlang der Frontseite der Halle können die Sportler außerhalb der Spielfelder in der großen Halle zu den Umkleiden gelangen.
Dachbegrünung möglich: Das Dach des Anbaus wird mit etwa 5 bis 7 Grad leicht geneigt sein und sich fließend an den bestehenden Bau anschließen. Laut Werner Kollmer vom Bauamt kann es somit auch begrünt werden.
Kostenpunkt: Umbau und Erweiterung sollen rund 1,1 Millionen Euro kosten. Vom Land wird mit einem Zuschuss von 100 000 Euro gerechnet. Die Gemeinde Friesenheim müsste also selbst rund eine Million Euro ein bringen. Diese Summe ist im Haushaltsentwurf eingeplant.
Zeitplan: Nach dem Votum des Gemeinderats für das Vorhaben und der Kenntnisnahme im Bauausschuss müssen nun noch Landrats- und Schulamt grünes Licht geben. Dann kann die Gemeinde die Aufträge schon im kommenden Frühjahr ausschreiben. Nach den Sommerferien 2012 könnten Um- und Anbau fertig sein.
LAHRER ZEITUNG Dezember 2011
Rund 1,1 Millionen Euro wird der vierte und letzte Bauabschnitt kosten. Rund 100 000 Euro werden als Zuschuss vom Bund erwartet. Zum Ende der Sommerferien 2012 sollen die Bauarbeiten an der im Jahre 1973 erbauten Halle abgeschlossen sein. Die Kosten für die ersten drei Bauabschnitte belaufen sich auf 259 300 Euro abzüglich 612 000 Euro Zuschüsse verblieb bisher ein Eigenanteil der Gemeinde mit 198 100 Euro. Bürgermeister Armin Roesner stellte gemeinsam mit Ortsbaumeister Werner Kollmer den Bauantrag der Gemeinde Friesenheim dem Bauauschuss in einer öffentlichen Sitzung vor.
"Die drei ersten Bauabschnitte sind von Seiten der Nutzer und Vereine auf ein positives Echo gestoßen", erläuterte Roesner. In der Sporthallenkommission seien Vorschläge für eine Erweiterung diskutiert worden. Es sei sinnvoll, das Foyer nicht nur zu sanieren, sondern so zu erweitern, dass ein neuer Hallenabschnitt entstehe. In der Verlängerung zur Nordseite wird nun auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern ein Gymnastikraum gebaut. Das Foyer selbst wird um weitere 150 Quadratmeter erweitert und soll zukünftig Raum für bis zu 80 Sitzplätze bieten.
Getrennt werden Gymnastikraum und Foyer über eine Faltwand. Bei Großveranstaltungen bestünde die Möglichkeit, beide Räume zu vereinen. Hinzu komme eine Küche auf weiteren 20 Quadratmetern mit Thekenzugang und ein Kühlraum mit weiteren neun Quadratmetern Fläche. Für den neuen Gymnastikraum ist ein zusätzlicher, 30 Quadratmeter großer Geräteraum vorgesehen. Die Toiletten werden um eine behindertengerechte Anlage ergänzt. "Im Grunde wird die bestehende Sporthalle um ein weiteres Drittel ergänzt", erklärte Roesner. Damit werde auch dem Wunsch der Vereine nach mehr Raum entsprochen.
Die Erweiterung des Foyers wird sich auch im Außenbereich fortsetzen. Stellplätze für Autos und Fahrräder werden dort angelegt. Sollte am Bildungszentrum die Nachmittagsbetreuung erweitert werden, könnte auch die Schule nachmittags das künftige Foyer nutzen. Das sei jedoch nicht mit einer Mensa vergleichbar, sagte der Bürgermeister.
