Mensa Bärbel-von-Ottenheim-Schule

BADISCHE ZEITUNG 15. September 2011 (Artikel unter: www.badische-zeitung.de)
Nachdem der Gemeinderat in seiner Sitzung im April dieses Jahres die Gesamtkosten für den Bau einer Mensa für die Bärbel-von-Ottenheim-Schule von 1,45 Millionen Euro für die von ihm favorisierte integrierte Neubau-Variante als zu hoch angesehen hatte, hat jetzt das Planungsbüro Schlager und Partner (Nonnenweier) dem Bau- und Planungsausschuss eine auf knapp 1,3 Millionen Euro abgespeckte Änderungsplanung vorgelegt.
In dem von Architekt Ansgar Woermann vom Büro Schlager & Partner im Beisein von Heinz Schlager im Detail erläuterten, überarbeiteten Plan sind in der Mensa 96 Sitzplätze vorgesehen, so dass in einer Stunde 230 Schüler verpflegt werden können. Die Einsparung von rund 150 000 Euro entsteht, in dem der Neubau etwas verkleinert wird. So können bei nur sechs Metern Spannweite normale Unterzüge eingebaut und auch die Decke dünner werden.
Der knapp über 300 Quadratmeter Grundfläche messende Neubau umfasst einen Ausgabebereich und einen Speisesaal. Durch die Ausrichtung des Speisesaales nach Norden könne trotz der breiten Glasfassade auf den Einbau einer Klimaanlage verzichtet werden, außerdem verfüge die Haustechnik über eine dezentrale Be- und Entlüftung, die mit einer Wärmerückgewinnungsanlage gekoppelt werde, so Planer Woermann.
Während der Technische Betriebsleiter der Gemeinde, Achim Rehm, in der folgenden Diskussionsrunde an die strengen Hygienevorgaben erinnerte, stellte der Ottenheimer Ortsvorsteher Erik Weide die Notwendigkeit von gleich zwei Intensiv-Lernräumen infrage, die in einem an die Mensa angrenzenden Still-Arbeitsbereich untergebracht werden sollen. Schulleiter Victor Witschel führte daraufhin aus, dass sich mit den steigenden Schülerzahlen auch der räumliche Bedarf für stilles Lernen erhöhen würde.
Der Bau einer Mensa ist mit dem stetigen Anstieg der Schülerzahl auf mittlerweile 220 Schüler und der erwarteten nochmaligen Zunahme um weitere 30 Schüler unumgänglich geworden. Mit zur Verfügung stehenden 40 Plätzen hat man die Grenzen der Auslastung erreicht, denn es müssen in drei Schichten knapp 160 Schüler verköstigt werden. Das Essen wird weiterhin in der Küche des Diakonissenhauses zubereitet und danach in der Schule angeliefert.
Die neue Mensa soll nicht nur zur Verpflegung der Schüler, sondern – mit möglichen 250 Sitzplätzen – auch für Veranstaltungen der Schule dienen, bei denen gestuhlt werden kann.
LAHRER ZEITUNG 14. September 2011
Mensa soll 1,29 Millionen Euro kosten
Der Schlüssel zur Kostensenkung ist eine Verkleinerung des Gebäudes. Somit könne die Statik optimiert werden, erklärte Ansgar Woermann vom Büro Schlager und Partner aus Nonnenweier. Das bedeutet: Bei einer Spannweite von nur sechs Metern könnten normalerweise Unterzüge verwendet werden und die Decke bringe es auf lediglich zwanzig Zentimeter. Ergebnis: eine Senkung der Gesamtkosten von 1,44 Millionen auf 1,29 Millionen Euro. Darüber hinaus lobte Woermann die zentrale Lage des geplanten Gebäudes. Es sei von allen Räumen aus in kurzer Zeit erreichbar. Drei Zugänge erleichterten die Anlieferung. Der große Speiseraum werde gen Norden ausgerichtet, die Stillarbeitsräume direkt angeschlossen. Für neue Küchentechnik müssten etwa 110 000 Euro eingeplant werden, die vorhandene Haustechnik könne weiterhin genutzt werden. Zudem müssen die Mensa im Sanitärbereich über ein Waschbecken und eine Dusche verfügen. Schließlich ist ein flach geneigtes Dach geplant.
Bürgermeister Wolfgang Brucker und Rektor Victor Witschel waren sich einig, dass die Ruheräume nötig seien - angesichts der wachsenden Anzahl von Schülern. Zudem seien diese Räume Teil des Ganztageskonzepts, so Witschel.
96 Sitzplätze sind dann im großen Raum geplant, der als "Mulitfunktionsraum" genutzt werden soll. Andreas Biegert (Freie Wähler) regte eine Verschiebung dieser Plätze nach oben an. Der freie Raum von etwa 60 Quadratmetern werde für einen Druchgang benötigt, hieß es darauf. 60 Quadratmeter soll auch die Küche einnehmen, für den Aufenthaltsraum sind 127 Quadratmeter eingeplant. Störend könnten lediglich die zwei Stützen sein, die sich im Mensaraum befinden - wenn dieser zum Beispiel für Vorführungen genutzt werden soll. Hier gäbe es die Möglichkeit, Träger zu installieren, erklärte Woermann. Die Kosten hierfür bezifferte er auf etwa 55 000 Euro.
Entscheiden soll der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen.
